Montag, 29. Juli 2013

Berlin Part 2





Es ist wirklich beängstigend, wie viel Ritzdruck und ich Schuldgefühle ich hatte und noch mehr wie sehr ich es versuchte zu unterdrücken, denn ich wollte niemandem Recht geben damit, dass ich krank wäre, weil ich es echt nicht bin.
Ich stieg in den Zug und war weg physisch, aber ganz weg war ich nie.
Kleve – Braunschweig – ich nutzte meinen Ausriss, meine Befreiung um Johnny wieder zu treffen und viele von euch wissen, wie sehr ich unter Johnny gelitten habe, wie viel ich für Ihn getan habe und  wie sehr ich ihn vermisst habe. Im Nachhinein denke ich mir, dass ich dem Treffen besser nicht hätte zustimmen sollen, denn ich wusste, dass es mich nicht weiter bringen wird und ich habe noch vorher gedacht : Du gehst als Verliererin aus der Sache raus, aber das war nicht so, obwohl ich das wichtigste verloren habe, an Ihm. Ich überspringe hier ein wenig, zum Beispiel die überaus lange Zugfahrt und diese kleinen Unwichtigen Details die zwischendrin passiert sind, weil sonst würde ich echt verrückt werden vom ganzem Schreiben.
Es waren fast 3 Jahre die Johnny und ich uns nicht gesehen hatten und dann stand er vor mir und ich erkannte ihn kaum wieder und das war wirklich ein großer Schock, obwohl ich es mit einkalkuliert habe in meinen Gefühlshaushalt, dass alles anders sein wird, aber er hat sich optisch sehr und nicht zum positiven Verwandelt, während ich in den 3 Jahren verdammt große Sprünge in Richtung Hottie gemacht habe, schien er die Schiene des Deprimoppels zu fahren. Aber es war sein Ding, ich habe mich nie in seinen Mode Kram und in seine Optischen Abgründe eingemischt, ich habe ihn geliebt und ich habe ihn auch geliebt als er so vor mir stand, als er wirklich nichts mehr von dem Johnny hatte, den ich vor 3 Jahren das letzte Mal gesehen hatte, ich liebte seine Art, sein dreckiges Lachen, seine Art wie er ging, wie er mich küsste, wie er mich morgens aufweckte, einfach all das was ihn umgab und was mich in seiner Anwesenheit umgab. Er war mehr für mich als nur Johnny, er war mein Rebell, meine Inspiration, mein Ausweg, mein Geruch von Freiheit und das war das was ich liebe und immer noch liebe, aber es schien irgendwie verschwunden zu sein.
Da stand sie, meine große Liebe mit weinroter Jacke und Hut auf, mit dem Fahrrad von einem seiner Betthäschen und einem Lächeln, was nicht seins war. Ich hatte mir, unsere Begegnung ganz anders vorgestellt, aber das liegt auch an meiner Art, an meiner Vorstellung von wie Dinge sein sollten.
Ich hätte mir gewünscht, er hätte vor meiner Tür gestanden, mit einer Gitarre und hätte mir XOXO von Casper vorgespielt oder wir wären und in die Arme gefallen am Bahnhof und hätten geweint, aber nein es war eher eine lauwarme Begrüßung von seiner Seite aus, ich war wie gelähmt und ich glaub mein Mund fing an zu zittern, mir fehlten die Worte. So lang hab ich auf ihn gewartet, und nun stand er vor mir, er voller Traurigkeit und ich voll Enttäuschung, weil meine Erwartungen wie immer mal nicht erfüllt wurden, obwohl es mehr war als nur eine Erwartung an uns, dass wir weinend übereinander herfallen, es war mein sehnlichster Wunsch, denn ich wollte nur, dass alles genauso wird wie früher. Wir redeten ein bisschen und irgendwie war alles Scheiße. Johnny sagte nachher, dass er wusste, dass es vorbei war, als er mir in die Augen sah, dass zu viel Zeit vergangen war.
Meine Augen waren die gleichen, nur anders geschminkt, nur mit mehr Enttäuschung gefüllt, mit mehr Tränen die ich nicht zugeben wollte, überflutet. Diese ganze Stimmung zwischen uns die war so im Arsch, diese Themen, waren so für den Arsch, diese ganze Herzschmerzkacke für ihn war so für den Arsch und irgendwie merkten wir es.
Johnny zeigte mir seine WG, und ich war wirklich erstaunt über sein cooles Zimmer und seine Ordnung und diese wunderschönen grau, creme und weiß Töne die er irgendwie aufeinander abgestimmt hat, diese  wunderschöne Drahtlampe und irgendwo mitten im Zimmer stand ich, ganz verlassen mit einer riesigen Tasche und ich wusste, dass ich nur diese eine letzte Nacht bleiben werde.
Dumpfe Stimmung, als ich begonnen habe zu reden, als ich Sachen hinterfragte, als er mir nicht in die Augen geschaut habe, als ich versuchte alles zu kleben, als er mir zu verstehen gegeben hat, dass die Scherben zu klein sind, dass wir nicht mehr die Zeit haben, dass es endgültig und für alle Ewigkeit zu spät ist, als ich geweint habe, als er geweint hat, als wir uns in den Armen lagen und wir es nicht wahrhaben wollten, als er sich entschuldigte, als ich es so hinnahm, als er mich küsste und ich erwiderte, als wir uns voneinander lösten und mein Herz in Millionen Stücke zerfiel, ich hörte es aufprallen, auf den harten Beton namens Erkenntnis.
Wir kamen die ganze Zeit nicht weiter, ich war definitiv so was von am Ende und er war es auch, auch wenn er wie immer den harten gespielt hat, was er bei aller Liebe niemals war.
Irgendwann Abends oder Nachts da passierte ein Zauber um uns und wir landeten Mal wieder im Bett und ich rastete währenddessen aus, und fing an zu weinen, nein so wollte ich mich nicht behandeln lassen. Ich lag auf seiner Brust und fragte ihn, was mit seinen Träumen sei und warum er so unglücklich ist.
Der Job nimmt alles in Anspruch, er hat sich gebunden, mein Vorstadt Rebell ist verfallen und auch noch dem Geld. Er hat ein neues Mädchen, er meinte, dass sie wie ich ist, nur kein Rebell nur optisch wie ich, nur noch besser und sie arbeitet und hat alles unter Kontrolle, sie verbindet das gleiche Schicksal, aber ihn interessierte nicht mehr was uns mal verband.
Ich musste raus, an die frische Luft , rauchen,  joggen ich wusste es nicht, ich wusste nur, dass wir weg müssen von der Wahrheit, ein letztes Mal.


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